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Schamal: Friedensvogel (MHM Flugplatz Berlin-Gatow)

Dienstag, 23. Oktober 2012, 2115h Einen Kommentar schreiben Kommentare

Der aus dem Irak stammende Künstler Schamal zeigt ab dem 27. Oktober 2012 seinen neuesten Friedensvogel im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, Flugplatz Berlin-Gatow. Als ferne, aber doch realisierbare Vision sollen diese Friedensvögel einst in den Himmel seiner Heimat steigen und „die Kinder im Land zum Staunen, Freuen und Fragen bringen und die Erwachsenen zum Nachdenken über Freiheit und Frieden inspirieren“.

Der 1972 im kurdischen Teil Iraks geborene Künstler erlebte als Kind, wie seine Heimat von den Truppen des eigenen Landes unter der Führung Saddam Husseins bombardiert wurde: „Es war furchterregend. In der Nacht träumte ich von Flugobjekten, sie sahen aus wie Drachen oder Diamantadler. Sie hoben mich von der Erde und boten mir Freiheit und Frieden.“

Daraus entstand die Vision für die Friedensvögel, die Schamal seit vielen Jahren verfolgt, indem er oft leichte und transparente Flugobjekte aus Fundstücken erstellt. Eines Tages sollen diese Objekte auch in den irakischen Himmel aufsteigen, wobei er vom Institut für Flugzeugbau an der Universität Stuttgart unterstützt wird.

„Diese Arbeit soll den Menschen und vor allem den Kindern im Irak neue Träume und die Hoffnung auf Frieden vermitteln. Es sind transparente Flugobjekte, die keine Bomben tragen. Sie sehen aus wie uralte Geschöpfe, die aus einer anderen Zeit zurückgekehrt sind, um den Mesopotamiern ihre erfinderische Vergangenheit widerzuspiegeln und zurückzugeben. Dieses Projekt hat eine vielschichtige Sprache. Diese verbindet Kunst, Wissenschaft, Raum, Fantasie, Politik und persönliche Biografie.“[Schamal]

1993 floh Schamal aus seiner Heimat; seit 1995 lebt er in Deutschland, wo er auch 2006 sein Kunststudium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart erfolgreich beendete.

Präsentiert wird diese neue Arbeit auf dem Flugplatz Berlin-Gatow, einer Außenstelle des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr. Das Museum ist nicht wirklich zentral gelegen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln einfach zu erreichen, doch der Besuch lohnt sich sehr, finden sich dort zahllose Exponate in den Hangars und im weitläufigen Außengelände (dort insbesondere zur Geschichte des Kalten Krieges), so auch Kampfflugzeuge der Typen MiG-21 bis, MiG-23BN und Su-22 sowjetischer Herkunft, die vom Irak in den 1980er Jahren im Krieg gegen den Iran, aber auch gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt wurden.

Schamal: Friedensvogel
Ab 27. Oktober 2012
Vernissage:
26. Oktober 2012, 1700h

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Flugplatz Berlin-Gatow
Am Flugplatz Gatow
14089 Berlin
Di-So 1000-1800h
Geschlossen am 24.-26./31. Dezember 2012 sowie am 1. Januar 2013
Freier Eintritt, Gruppenführungen gegen Gebühr möglich
Freundeskreis

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