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Marissa Roth: One Person Crying – Women and War (Berlin)

Montag, 4. März 2013, 1935h Einen Kommentar schreiben Kommentare

Vom 8. März bis 3. April 2013 präsentiert das Willy-Brandt-Haus in Berlin die Ausstellung One Person Crying: Women and War mit Fotografien von Marissa Roth. Die 1957 in Los Angeles geborene Pulitzer-Preisträgerin setzt sich seit 1984 mit dieser Thematik auseinander: damals reiste sie in die jugoslawische Heimat ihrer jüdischen Großeltern, die 1942 von ungarischen Faschisten ermordet wurden. 1988 erhielt sie von der Los Angeles Times den Auftrag, afghanische Flüchtlinge zur portraitieren. Das Thema ließ sie nicht mehr los: One Person Crying: Women and War behandelt die Folgewirkungen des Krieges auf Frauen in ihrer jeweiligen Gesellschaft.

Die Serie zeigt eindrucksvolle Portraits von Überlebenden, Flüchtlingen und Hinterbliebenen aus den unterschiedlichsten Regionen und Kriegen der Welt: Überlebende Frauen des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts; Flüchtlinge aus dem Kosovo und Afghanistan; hinterbliebene Mütter und Partnerinnen von im Irakkrieg gefallener US-Soldaten. Die Arbeit bezieht sich zudem auf den Nordirlandkonflikt und die Gang-basierte Gewalt in Los Angeles. Eines der Ziele ist es, die Frauen nicht als Opfer, sondern als Überlebende darzustellen.

Roth dazu selbst: „Dieses Projekt hat mich von Angesicht zu Angesicht mit hunderten von Frauen gebracht, die den Krieg und die damit verbundenen Erfahrungen von Verlust, Schmerz und unvorstellbarer Härte ausgehalten und überlebt haben. Ich reiste um die Welt, Frauen fotografierend und interviewend, ihre Geschichten niederschreibend, Gesten und grauenhafte Details festhaltend, um zu dokumentieren wie der Krieg ihre Leben unwiderruflich verändert hat. … Ich war gezwungen, der Sicht der Frauen auf den Krieg, Gesichter und Stimmen zu geben. In den Bildern gibt es keine Anzeichen von Blut oder Waffen, sie zeigen einzig die Leben, die vor einem ewigen Nachkriegshintergrund gelebt werden.“

Zur Eröffnung am 7. März 2013 werden neben der Künstlerin auch auch Gisela Kayser (Freundeskreis Willy-Brandt-Haus) und Selmin Çalışkan, die neue Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, reden.

 

One Person Crying: Women and War
Fotografien von Marissa Roth
8. März bis 3. April 2013, Di-So 1200-1800h (Ostermontag geöffnet, Karfreitag geschlossen)
Eintritt frei, ein Ausweis ist jedoch erforderlich
Vernissage: 7. März 2013, 1930h

Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28
10963 Berlin

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