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Artikel Tagged ‘Erinnerungskultur’

Wartist präsentiert: „Landscapes & Memory“ – Fotografien von Jo Röttger, Bayerisches Armeemuseum (Ingolstadt)

Freitag, der 10. Mai 2013 22:06h Keine Kommentare

Am 28. Mai 2013 eröffnet die Ausstellung „Landscapes & Memory“ des Hamburger Fotografen Jo Röttger im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt. In 27 Großformatfotografien mit ihrer an die Romantik erinnernde Bildsprache nähert sich Röttger an Landschaft und Identität an und thematisiert dabei Sehnsucht und Entfremdung genauso wie den Krieg in Afghanistan. Zu der von Martin Bayer (Wartist) kuratierten Ausstellung erscheint eine hochwertige, zweisprachige Publikation.

© Jo Röttger: Afghanistan, German military policeman (MP) in Iskasan by the LOC 302, the highway from Fayzabad to Kishim Mehr…

Konzert: Verehrt – verfemt – versunken (Nikolaikirche Berlin)

Samstag, der 09. März 2013 16:49h Keine Kommentare

Franz Schreker, ca. 1911 Zur Eröffnung der Ausstellung “verfemt, verfolgt – vergessen? Kunst und Künstler im Nationalsozialismus” spielt am 14. März 2013 die Kammersymphonie Berlin unter der Leitung von Jürgen Bruns in der Nikolaikirche Berlins das Konzert Verehrt – verfemt – versunken. Werke von Franz Schreker, Gideon Klein, Erich Zeisl, Egon Wellesz und Pavel Haas werden aufgeführt. Sie gehörten einst zu den bekanntesten Komponisten ihrer Zeit, gerieten jedoch in Folge von Verfolgung und Ermordung durch die Nationalsozialisten in Vergessenheit. Das Konzert und die Ausstellung finden im Rahmen des Themenjahres “Zerstörte Vielfalt – Berlin zur Zeit des Nationalsozialismus” statt. Mehr…

verfemt, verfolgt – vergessen? Kunst und Künstler im Nationalsozialismus (Berlin)

Freitag, der 08. März 2013 12:38h 1 Kommentar

Vom 16. März bis 28. Juli 2013 zeigt das Stadtmuseum Berlin im Emphraim-Palais die Ausstellung “verfemt, verfolgt – vergessen? Kunst und Künstler im Nationalsozialismus” mit zahlreichen Werken aus der beeindruckenden Sammlung Gerhard Schneider. Das Stadtmuseum Berlin erinnert somit im Rahmen des Themenjahres “Zerstörte Vielfalt” zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten vor 100 Jahren an die systematische Diffamierung moderner Kunst, bis hin zur Vernichtung. Die Ausstellung ist allen Künstlerinnen und Künstlern gewidmet, die verfemt, verfolgt oder gar ermordet wurden und deren Werke und Leben fast vergessen worden wären. Umso notwendiger ist es, an ihr Leid, aber nicht zuletzt an ihr Leben und ihre Arbeiten zu erinnern und sie dem Vergessen zu entreißen.

Georg Netzband: Der Sieger, 1939 (Dr. Gerhard Schneider, VG Bild-Kunst 2011) Mehr…

Marissa Roth: One Person Crying – Women and War (Berlin)

Montag, der 04. März 2013 19:35h Keine Kommentare

Sara Duvall mit einem Foto ihres Sohnes Aaron Reed, getötet im Irak, Chillicothe, Ohio 2005 (© Marissa Roth) Vom 8. März bis 3. April 2013 präsentiert das Willy-Brandt-Haus in Berlin die Ausstellung One Person Crying: Women and War mit Fotografien von Marissa Roth. Die 1957 in Los Angeles geborene Pulitzer-Preisträgerin setzt sich seit 1984 mit dieser Thematik auseinander: damals reiste sie in die jugoslawische Heimat ihrer jüdischen Großeltern, die 1942 von ungarischen Faschisten ermordet wurden. 1988 erhielt sie von der Los Angeles Times den Auftrag, afghanische Flüchtlinge zur portraitieren. Das Thema ließ sie nicht mehr los: One Person Crying: Women and War behandelt die Folgewirkungen des Krieges auf Frauen in ihrer jeweiligen Gesellschaft. Mehr…

Robert M. Edsel: Monuments Men (Vortrag, Berlin/Potsdam)

Mittwoch, der 27. Februar 2013 12:03h Keine Kommentare

Robert M. Edsel: Monuments Men Am 20. und 21. März 2013 stellt Robert M. Edsel sein Buch “Monuments Men” und die spannende Hintergrundgeschichte in Vorträgen mit Bildvorführung und anschließenden Gesprächen vor. Im Zweiten Weltkrieg organisierten die Nationalsozialisten den “größten Diebstahl der Geschichte” und raubten zahllose Kunstobjekte aus den besetzten Gebieten Europas. Die alliierte Sondereinheit aus dem “Monuments, Fine Arts, and Archives Program” suchte unter anderem nach diesen Kunstschätzen. Der Autor Robert M. Edsel setzte sich intensiv mit dem Kunstraub auseinander und gründete 2007 die Stiftung “Monuments Men Foundation for the Preservation of Art”. Sein Buch “Monuments Men” (2009) wurde bereits in 19 Sprachen übersetzt, liegt seit kurzem auf Deutsch vor und bildet die Grundlage für den gleichnamigen Film von George Clooney mit ihm selbst, Cate Blanchett, Daniel Craig, Matt Damon, Jean Dujardin und John Goodman, dessen Drehstart kurz bevorsteht. Mehr…

Martin Bayer: grounded

Sonntag, der 24. Februar 2013 14:33h Keine Kommentare

Der am Berliner Lette-Verein ausgebildete Fotograf Martin Bayer setzt sich in seiner Serie grounded[1. grounded, engl. für abgestürzt, mit Startverbot belegt (Flugzeuge, Piloten), verankert, geerdet, aber auch: begründet] mit Bildern ausgemusterter Militärflugzeuge mit der Wahrnehmung von Geschichte und Krieg, aber auch der Ästhetisierung von Waffen auseinander. Losgelöst aus ihrem historischen Kontext erscheinen die Flugzeuge wie Objekte, ja skulpturenhaft. Weder das Ursprungsland noch der Einsatzzeitraum sind klar umrissen: war es ein “Angreifer” oder ein “Verteidiger”, bezogen auf unsere eigenen Einteilungen? Jeder Krieg schafft seine Geschichte und seine Mythen – grounded verbannt sie in den Hintergrund und läßt den Betrachter eigene Assoziationen knüpfen.

grounded #4, C-print on alu-dibond, 50x75 cm (© 2012 Martin Bayer) Mehr…

Bryan Adams: Exposed (Düsseldorf)

Samstag, der 02. Februar 2013 16:47h Keine Kommentare

Private Karl Hinett (© 2011 Bryan Adams) Vom 2. Februar bis 22. Mai 2013 zeigt das NRW-Forum Düsseldorf die Ausstellung Exposed des den meisten als Musiker bekannten Künstlers Bryan Adams. Viele der ca. 150 gezeigten Arbeiten sind Glamour-Portraits von Schauspielern und Musiker-Kollegen. Als maximaler Bruch zu all den makellosen Stars sind Adams’ Portraits britischer Kriegsversehrter zu sehen: eindrucksvolle Portraits vom Krieg gezeichneter Menschen. Prothesen ersetzen die einstigen Gliedmaßen, monströse Narben verweisen auf die Verwundungen und den Schmerz. Die Bilder seien laut Adams sein Weg, “das Erbe des Krieges zu zeigen”. Mehr…

2 + 2: Phönix Chemnitz – Eine Ausstellung zum Friedenstag (Chemnitzer Künstlerbund)

Sonntag, der 27. Januar 2013 16:34h Keine Kommentare

Jan Bejsovec: Beate Am 12. Februar 2013 eröffnet die Ausstellung “2 + 2: Phönix Chemnitz” in den Räumlichkeiten des Chemnitzer Künstlerbundes. Das eingeführte Format sieht vor, dass zwei lokale mit zwei externen Künstlern zu einem Thema zusammentreffen. Diesmal nahm man sich des Friedenstages an: Am 5. März 1945 wurde Chemnitz stark zerstört – mehr als 2.100 Menschen verloren dabei ihr Leben. Wie kann an dieses Ereignis erinnert werden? Wie sieht eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit Krieg aus? Mit Peggy Albrecht (* 1974) und Rose-Marie Güttler (* 1978) konnten zwei Chemnitzer Künstlerinnen gewonnen werden, während Jan BejÅ¡ovec (* 1975, Konfliktstoff) und Martin Bayer (* 1971, Wartist) aus Berlin externe Perspektiven präsentieren. Mehr…

Alois Nebel – Graphic Novel von Jaroslav Rudiš und Jaromir 99 (AID Berlin + Tschechisches Zentrum Berlin)

Donnerstag, der 10. Januar 2013 15:06h Keine Kommentare

Alois Nebel Am 12. Januar 2013 eröffnet die Ausstellung “Alois Nebel – Graphic Novel von Jaroslav RudiÅ¡ und Jaromir 99″ an gleich zwei Ausstellungsorten, der Akademie für Illustration und Design Berlin (AID Berlin) und dem Tschechischen Zentrum Berlin. Jaroslav RudiÅ¡ und Jaromír “Jaromir 99″ Å vejdík zeigen den Entstehungsprozess ihrer erfolgreichen dreiteiligen Graphic Novel über das Leben des Fahrdienstleiters Alois Nebel (2003-2005), die 2011 von Tomáš Luňák verfilmt und als bester Animationsfilm mit dem Europäischen Filmpreis 2012 ausgezeichnet wurde. “Alois Nebel” verarbeitet das weiterhin recht tabuisierte Thema der Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei nach Ende des Zweiten Weltkrieges.

Der in Prag lebende Jaromir 99 (* 1963) ist Comiczeichner, Maler und Musiker. Jaroslav RudiÅ¡ (* 1972) arbeitet als Schriftsteller, Drehbuch- und Hörspielautor sowie Dramatiker; er schreibt auf Tschechisch und Deutsch und lebt in Tschechien und Deutschland. Mehr…

Erik Schiemann: Der Tag kommt – KZ-Bilder (Sprechsaal, Berlin)

Freitag, der 04. Januar 2013 15:08h Keine Kommentare

Von 11. Januar bis 10. März zeigt der Sprechsaal in Berlin Fotografien von Erik Schiemann. Der 1963 geborene Künstler widmet sich den Menschen, den Spuren, und den Atmosphären an Orten wie Auschwitz, Ravensbrück, Buchenwald und Belzec. Seine Bilder zeigen ehemalige Insassen und junge Menschen, beschädigte Leben und verwundete Landschaften. Ausgestellt wird eine Auswahl von circa 30 Bildern aus einer Serie von 60 Schwarzweißfotografien: Portraits, Gedanken und Landschaften der letzten sieben Jahre. Ebenso werden Teile von Schiemanns Arbeit “c’était son monde” aus dem Jahr 1995 zu sehen sein. Das Tor (© Erik Schiemann) Mehr…