Am 28. Mai 2013 eröffnet die Ausstellung „Landscapes & Memory“ des Hamburger Fotografen Jo Röttger im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt. In 27 Großformatfotografien mit ihrer an die Romantik erinnernde Bildsprache nähert sich Röttger an Landschaft und Identität an und thematisiert dabei Sehnsucht und Entfremdung genauso wie den Krieg in Afghanistan. Zu der von Martin Bayer (Wartist) kuratierten Ausstellung erscheint eine hochwertige, zweisprachige Publikation.
Lieder haben immer wieder Krieg thematisiert und begleiteten die Soldaten. Viele “Soldatenlieder” fanden schließlich den Weg in die Alltagskultur. Als Begleitveranstaltung zur Ausstellung “Grensgevallen – Grenzfälle” im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum in Osnabrück findet am 7. Dezember 2011 um 1930h ein Liederabend mit Soldatenliedern aus fünf Jahrhunderten statt. Günter Gall (Gesang, Gitarre, Dulcimer, Texte) und Konstantin Vassiliev (Gitarre, Harmonium, Kompositionen) stellen ihr neues Programm “Es geht eine dunkle Wolk herein” mit deutschen und holländischen Soldatenliedern vor.
Bald beginnt DIE Veranstaltung des Kunstjahres: Am 4. Juni eröffnet die 54. Biennale di Venezia, kuratiert von der Schweizerin Bice Curiger unter dem Titel “ILLUMInazioni”. Auch dieses Jahr werden Kritiker darauf hinweisen, dass Länderpavillons in Zeiten der Globalisierung aber so was von out seien. Und auch dieses Jahr wird sich zeigen, wie unterschiedlich durch die einzelnen Länder Kunst (re)präsentiert wird.
Vom 27. Mai bis 23. Juni 2011 zeigt die Hilger Brot-Kunsthalle in Wien „Junge Kunst aus dem ehemaligen Jugoslawien“ unter dem Titel „255.804 km²“, der Größe der einstigen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Die Ausstellung versammelt 30 Künstler/innen, die in dem ab 1991 zerfallenden Staat geboren wurden. Dessen Zusammenbruch führte zu mehreren Kriegen, deren Konflikte oftmals weiterhin ungelöst sind.
Der Kunstraum Richard Sorge in Berlin eröffnet am 5. Mai 2011 die Einzelausstellung „schlachten“ mit Werken von Jens Kloppmann.Die ausgestellten Werke des Künstlers setzen sich mit unterschiedlichen Materialien und auf verschiedene Weise mit Krieg, Wahrnehmung und Erinnerung auseinander. Die ab dem 8. Mai geöffnete Ausstellung (parallel zum Jahrestag der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg) wird von begleitenden Veranstaltungen unterstützt werden, u.a. einem Künstlergespräch am 26. Mai mit Martin Bayer (wartist.org).
Die Deutsche Oper Berlin zeigt ab dem 5. Dezember 2010 verdienstvollerweise Hector Berlioz’ Oper Les Troyens(Die Trojaner). 1969 wurde die 1856-1858 entstandene Doppeloper zum ersten Mal in voller Länge von gut fünf Stunden aufgeführt. Das Werk zeigt die Schrecken des Krieges: Troja wird untergehen, die Überlebenden kämpfen erneut in Karthago gegen einen Angreifer, und ein Ende ist auch dann nicht in Sicht, als Aeneas und die karthagische Königin Dido in Liebe zueinander gefunden haben: Entscheidungen und Schicksal reißen sie wieder auseinander; letztendlich bleibt nur der Tod.
Vor 10 Jahren, am 24.3.1999, begann die Operation Allied Force, die gemeinhin als Kosovokrieg bekannt ist. Die satirische Neuvertonung eines Beach Boys-Hits aus dem USA wird 2002 von einigen norwegischen Peacekeepern zur Erstellung eines Musikvideos benutzt – und sorgt Jahre später für diplomatischen Aufruhr. Das Ergebnis ist immer noch amüsant – nicht zuletzt durch den zeitlosen und übertragbaren Text.
Philipp Lichterbeck interviewte für den heutigen Tagesspiegel den israelischen Musiker Aviv Geffen (35). Der androgyn auftretende Musiker wurde nicht zuletzt durch die Friedenskundgebung vom 4.11.1995 in Tel Aviv bekannt, auf der Jizchak Rabin nach dessen Rede ermordet wurde. Mehr…