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Artikel Tagged ‘Waffen’

Berlinale 2016: Filme mit Kriegsbezug

Dienstag, 2. Februar 2016, 2334h Keine Kommentare

Die 66. Berlinale findet vom 11. bis 21. Februar 2016 statt – heute wurde das Programm veröffentlicht. Beim Durchsehen fällt auf, dass die Themen Krieg, Terror, Flucht und Vertreibung weitaus stärker vertreten sind als in den vergangenen Jahren, zumindest in der künstlerischen Auseinandersetzung, beispielsweise in den Sektionen Forum und Forum Expanded. Dies verwundert angesichts der veränderten weltpolitischen Situation wenig. Die Themenvielfalt ist groß:

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Vortrag „‚Ein Kunstwerk, wie es Männern Freude macht‘ – 100 Jahre Krieg im Spiegel der Kunst“ (Berlin)

Dienstag, 7. Oktober 2014, 1034h Keine Kommentare

Am 13. Oktober 2013 hält Martin Bayer im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin seinen Vortrag „‚Ein Kunstwerk, wie es Männern Freude macht‘ – 100 Jahre Krieg im Spiegel der Kunst“. Als Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung „Mahnung und Verlockung – Die Kriegsbildwelten von Käthe Kollwitz und Kata Legrady“ wird auch hier der Bogen von der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg bis zu zeitgenössichen Ansätzen geschlagen.

„Erzählt von Langemarck, von Ypern, von Verdun, von Reims, von Cambrai, von Flandern und von der Somme, das macht das Blut warm, solange man noch im Trockenen sitzt. Und lasst das Bild der großen Schlacht aus dem Rauch aufschießen wie eine blutrote Orchidee, mit goldenen Feuerstreifen geflammt. Das ist ein Kunstwerk, wie es Männern Freude macht.“

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grounded/airborne (Kleine Galerie, Torgau)

Samstag, 25. Januar 2014, 2110h 2 Kommentare

Im Regelfall wird auf wartist.org über Ausstellungen anderer Künstler, über Filme, Galerien und Museen berichtet. Heute ist es uns eine Freude, in eigener Sache zu schreiben: Der am Lette-Verein Berlin ausgebildete Fotograf Martin Bayer präsentiert vom 28. Februar bis 10. April 2014 seine Ausstellung grounded/airborne in der Kleinen Galerie des Torgauer Kunst- und Kulturvereins „Johann Kentmann“ e.V. Die Fotografien aus der Serie grounded zeigen Details ausgemusterter Militärflugzeug und werden durch einige Luftaufnahmen aus dem Ersten Weltkrieg historisch kommentiert. Mit grounded bearbeitet er die mediale wie künstlerische Ästhetisierung von Kriegsgerät, während gleichzeitig eine eindeutige Zuordnung der dargestellten Objekte zu historischen Ereignissen aufgelöst wird, und mit ihr vermeintlich einfache Kategorisierungen in „Freund“ und „Feind“.

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Martin Bayer: grounded

Sonntag, 24. Februar 2013, 1433h Keine Kommentare

Der am Berliner Lette-Verein ausgebildete Fotograf Martin Bayer setzt sich in seiner Serie grounded1 mit Bildern ausgemusterter Militärflugzeuge mit der Wahrnehmung von Geschichte und Krieg, aber auch der Ästhetisierung von Waffen auseinander. Losgelöst aus ihrem historischen Kontext erscheinen die Flugzeuge wie Objekte, ja skulpturenhaft. Weder das Ursprungsland noch der Einsatzzeitraum sind klar umrissen: war es ein „Angreifer“ oder ein „Verteidiger“, bezogen auf unsere eigenen Einteilungen? Jeder Krieg schafft seine Geschichte und seine Mythen – grounded verbannt sie in den Hintergrund und läßt den Betrachter eigene Assoziationen knüpfen.

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  1.  grounded, engl. für abgestürzt, mit Startverbot belegt (Flugzeuge, Piloten), verankert, geerdet, aber auch: begründet

Lisa Glauer: „…später baut sie Atomschiffe“ (OKK Berlin)

Mittwoch, 20. Februar 2013, 2003h Keine Kommentare

Vom 22. Februar bis 3. März 2013 präsentiert die Galerie Organ kritischer Kunst (OKK) in Berlin die Ausstellung „…später baut sie Atomschiffe“ von Lisa Glauer. Die Ausstellung eröffnet mit der Performance „Experimentelle Evidenzproduktion durch Sichtbarmachung“. Lisa Glauer setzt Muttermilch als Material für ihre Kunst ein. Jenes Projekt ist Teil ihres PhD-Forschungsvorhabens in Art und Design an der Bauhaus-Universität Weimar.

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2 + 2: Phönix Chemnitz – Eine Ausstellung zum Friedenstag (Chemnitzer Künstlerbund)

Sonntag, 27. Januar 2013, 1634h Keine Kommentare

Am 12. Februar 2013 eröffnet die Ausstellung „2 + 2: Phönix Chemnitz“ in den Räumlichkeiten des Chemnitzer Künstlerbundes. Das eingeführte Format sieht vor, dass zwei lokale mit zwei externen Künstlern zu einem Thema zusammentreffen. Diesmal nahm man sich des Friedenstages an: Am 5. März 1945 wurde Chemnitz stark zerstört – mehr als 2.100 Menschen verloren dabei ihr Leben. Wie kann an dieses Ereignis erinnert werden? Wie sieht eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit Krieg aus? Mit Peggy Albrecht (* 1974) und Rose-Marie Güttler (* 1978) konnten zwei Chemnitzer Künstlerinnen gewonnen werden, während Jan Bejšovec (* 1975, Konfliktstoff) und Martin Bayer (* 1971, Wartist) aus Berlin externe Perspektiven präsentieren. Mehr…

Schamal: Friedensvogel (MHM Flugplatz Berlin-Gatow)

Dienstag, 23. Oktober 2012, 2115h Keine Kommentare

Der aus dem Irak stammende Künstler Schamal zeigt ab dem 27. Oktober 2012 seinen neuesten Friedensvogel im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, Flugplatz Berlin-Gatow. Als ferne, aber doch realisierbare Vision sollen diese Friedensvögel einst in den Himmel seiner Heimat steigen und „die Kinder im Land zum Staunen, Freuen und Fragen bringen und die Erwachsenen zum Nachdenken über Freiheit und Frieden inspirieren“.

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„AKA Peace“ Live Auktion bei Phillips de Pury & Company, London

Dienstag, 2. Oktober 2012, 0835h 2 Kommentare

Die 24 Werke der Ausstellung „AKA Peace“ im ICA London (26.-30. September 2012) werden am 4. Oktober 2012 um 1930h bei Phillips de Pury & Company in London versteigert. Eine illustre Schar zeitgenössischer Künstler (u.a. Mat Collishaw, Gavin Turk, Jake & Dinos Chapman, Sarah Lucas, Damien Hirst, Antony Gormley und Bran Symondson, auf Initiative des Letzteren) setzte sich für die Charity-Organisation Peace One Day mit dem hochgradig symbolisch aufgeladenen Sturmgewehr AK-47 auseinander.

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Kata Legrady: Bombs & Candies – Dulce et decorum (Bazon Brock, Berlin)

Donnerstag, 26. Januar 2012, 1815h Keine Kommentare

Vom 26. Januar bis 26. Februar 2012 zeigt Kata Legrady ihre Ausstellung „Bombs & Candies. dulce et decorum“ in Bazon Brocks kürzlich eröffneten „Denkerei/Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen“ in Berlin. Die mit Süßwaren verzierten Handgranaten, Pistolen und Sturmgewehre (natürlich die ikonographische AK-47) erinnern an Antonio Riellos „Ladies Weapons“ und begeben sich gleichfalls auf den Pfad zwischen Ästhetik und Zerstörung.

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Vernissage: SHOOT! Fotografie existentiell (C/O Berlin)

Mittwoch, 26. Januar 2011, 1059h Keine Kommentare

Die Galerie C/O Berlin – deren Zukunft durch nicht eingehaltene Absprachen eines Investors, der die Liegenschaft erworben hat, weiterhin gefährdet ist – präsentiert vom 5. Februar bis 27. März 2011 die Ausstellung „SHOOT! Fotografie existentiell“, die eine heute weitgehend vergessene Jahrmarktsattraktion beleuchtet, den „Fotoschuss“. Hierbei „erschießt“ sich der Schütze selbst, indem er ein Foto von sich anfertigt, was eine große Faszination ausübte.

Ein großer Spaß, gerade für Existentialisten:
Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sarte beim Fotoschuss Mehr…