{"id":1164,"date":"2012-10-24T16:23:52","date_gmt":"2012-10-24T14:23:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wartist.org\/blog\/?p=1164"},"modified":"2012-10-24T16:23:52","modified_gmt":"2012-10-24T14:23:52","slug":"matthias-ley-remembering-gwangju-burgerforum-wunsiedel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wartist.org\/blog\/?p=1164","title":{"rendered":"Matthias Ley: Remembering Gwangju (B\u00fcrgerforum Wunsiedel)"},"content":{"rendered":"<p>Der Fotograf <a title=\"Matthias Ley\" href=\"http:\/\/leyphoto.com\/\" target=\"_blank\"><strong>Matthias Ley<\/strong><\/a> zeigt vom 27. Oktober bis 2. Dezember 2012 im <a title=\"B\u00fcrgerforum Wunsiedel\" href=\"http:\/\/www.wun2000plus.de\/\" target=\"_blank\"><strong>B\u00fcrgerforum Wunsiedel<\/strong><\/a> Bilder aus seiner Serie <a title=\"Remembering Gwangju (B\u00fcrgerforum Wunsiedel)\" href=\"http:\/\/www.wun2000plus.de\/sonstiges\/12_Fotos-Ley\/bericht.html\" target=\"_blank\"><em><strong>&#8222;Remembering Gwangju&#8220;<\/strong><\/em><\/a>. Die 2009 bis 2010 entstandene Arbeit erinnert an ein zentrales Ereignis f\u00fcr die Entwicklung der Demokratie in <a title=\"S\u00fcdkorea (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdkorea\" target=\"_blank\">S\u00fcdkorea<\/a>, den Aufstand gegen die Milit\u00e4rdiktatur in der Stadt <a title=\"Gwangju (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gwangju\" target=\"_blank\">Gwangju<\/a> nach Ausrufung des Ausnahmezustandes am 18. Mai 1980 bis hin zum <a title=\"Gwangju-Massaker (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gwangju-Massaker\" target=\"_blank\">&#8222;Gwangju-Massaker&#8220;<\/a> am 27. Mai 1980. W\u00e4hrend die <a title=\"Tian'anmen-Massaker (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tian%E2%80%99anmen-Massaker\" target=\"_blank\">Niederschlagung der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens<\/a> in Peking am 4. Juni 1989 gro\u00dfe Aufmerksamkeit erlangte, wurde das Gwangju-Massaker in den westlichen Medien kaum wahrgenommen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholder<!--more--><\/p>\n<p>Der 1965 geborene Ley zog 1991 nach Japan, um dort als Fotograf zu arbeiten. &#8222;Remembering Gwangju&#8220; ist eine Spurensuche mit Hilfe einer 4&#215;5&#8243;-Gro\u00dfformatkamera: zusammen mit seiner koreanischen Frau suchte der K\u00fcnstler nach \u00dcberlebenden jener Demokratiebewegung und sprach mit ihnen \u00fcber die Ereignisse. Die beeindruckenden Portraits werden durch Fotos wichtiger Orte erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Die Zahl der Opfer ist weiterhin schwer zu definieren; Regierungsstellen vermeldeten damals 154 tote Zivilisten, 22 Soldaten und 4 Polizisten. W\u00e4hrend zumindest 13 der 22 Soldaten einem Beschuss durch eigene Truppen zum Opfer fielen, wird die Zahl der get\u00f6teten Polizisten deutlich h\u00f6her sein, da viele von ihnen gefangengenommene Demonstranten freilie\u00dfen und daraufhin erschossen oder verschleppt wurden. Eine Kommission aus dem 1990er Jahren gab die Opferzahlen mit 207 Toten und ca. 1.000 Schwerverletzten an, w\u00e4hrend Opferverb\u00e4nde von mehr als 1.000 Toten und 15.000 Verletzten ausgehen. Tausende wurden zum Teil jahrelang eingesperrt und gefoltert, ohne dass ihre Angeh\u00f6rigen von ihnen etwas wu\u00dften.<\/p>\n<p>Park Sang Chol war 14 Jahre, als die Soldaten das Feuer auf die Demonstranten er\u00f6ffneten. Durch eine Kugel wurde er querschnittsgel\u00e4hmt und leidet seitdem an starken Schmerzen. Lee Chu Ja war schwanger, als sie von einer Kugel in den Bauch getroffen wurde. Die folgende Operation musste aufgrund des ungeborenen Kindes ohne Bet\u00e4ubungsmittel erfolgen. Im Krankenhaus wurde sie geschlagen, bis man ihr sagte, sie sei verwechselt worden und k\u00f6nne gehen. Ihre Freundin Lee Sung Soon wurde auf dem Heimweg in die Brust getroffen; im Krankenhaus verh\u00f6rte und schlug man sie t\u00e4glich. Der K\u00fcnstler Hong Sung Dam erstellte damals Poster f\u00fcr die Demonstranten und berichtete, wie die Menschen w\u00e4hrend des Aufstandes das Essen miteinander teilten, was ihn an die Bibel erinnerte. Yun Suk Dong h\u00e4lt auf seinem Portrait ein Foto seines Sohnes, des get\u00f6teten Studentenf\u00fchrers Yun Sang Won: &#8222;Mein Sohn war nie ein Kommunist. Er war nur daran interessiert, faire und gleiche Bedingungen f\u00fcr die Arbeiter zu erreichen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ngg_shortcode_2_placeholder<\/p>\n<p>Die Arbeit &#8222;Remembering Gwangju&#8220; ist auch als <a title=\"Remembering Gwangju (Blurb)\" href=\"http:\/\/www.blurb.com\/books\/3090225\" target=\"_blank\">Buch<\/a> erschienen. Der K\u00fcnstler wird zur Vernissage anwesend sein.<\/p>\n<p><a title=\"Remembering Gwangju (B\u00fcrgerforum Wunsiedel)\" href=\"http:\/\/www.wun2000plus.de\/sonstiges\/12_Fotos-Ley\/bericht.html\" target=\"_blank\"><strong>Matthias Ley: Remembering Gwangju<\/strong><\/a><br \/>\n27. Oktober bis 2. Dezember 2012<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Vernissage:<\/span> 26. Oktober 2012, 1930h<\/p>\n<p><a title=\"B\u00fcrgerforum Wunsiedel\" href=\"http:\/\/www.wun2000plus.de\" target=\"_blank\"><strong>B\u00fcrgerforum Wunsiedel &#8211; StadtGalerie<\/strong><\/a><br \/>\nTheresienstr. 1<br \/>\n95632 Wunsiedel<br \/>\nSa 1100-1400h und So 1400-1700h<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fotograf Matthias Ley zeigt vom 27. Oktober bis 2. Dezember 2012 im B\u00fcrgerforum Wunsiedel Bilder aus seiner Serie &#8222;Remembering Gwangju&#8220;. Die 2009 bis 2010 entstandene Arbeit erinnert an ein zentrales Ereignis f\u00fcr die Entwicklung der Demokratie in S\u00fcdkorea, den Aufstand gegen die Milit\u00e4rdiktatur in der Stadt Gwangju nach Ausrufung des Ausnahmezustandes am 18. 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