{"id":855,"date":"2011-01-28T12:34:49","date_gmt":"2011-01-28T11:34:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wartist.org\/blog\/?p=855"},"modified":"2011-02-03T20:15:06","modified_gmt":"2011-02-03T19:15:06","slug":"medienkunstfestival-transmediale-11-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wartist.org\/blog\/?p=855","title":{"rendered":"Medienkunstfestival &#8222;transmediale.11&#8220; (Berlin)"},"content":{"rendered":"<p>Das Medienkunstfestival <em><strong><a title=\"transmediale\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/\" target=\"_blank\">transmediale<\/a><\/strong><\/em> wurde 1988 unter dem Namen &#8222;VideoFilmFest&#8220; im Umfeld des Filmfestivals <em><a title=\"Berlinale\" href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/\" target=\"_blank\">Berlinale<\/a><\/em> gegr\u00fcndet; seit 1998 firmiert es unter dem aktuellen Namen. Neben einem Kongress beinhaltet das Festival einen offenen Wettbewerb, eine Ausstellung und zahlreiche Begleitveranstaltungen. Das diesj\u00e4hrige Thema lautet &#8222;RESPONSE:ABILITY&#8220;. Auch 2011 setzen sich diverse Arbeiten mit Krieg auseinander.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Aesthetics of Disappearance <\/em>von Jananne Al-Anis (2010)<!--more--><\/p>\n<p><strong><a title=\"Jananne Al-Ani\" href=\"http:\/\/www.janannealani.net\/\" target=\"_blank\">Jananne Al-Anis<\/a><\/strong> drehte ihr f\u00fcnfzehnmin\u00fctiges Video <em><a title=\"Aesthetics of Disappearance (transmediale)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/16909\" target=\"_blank\">&#8222;Aesthetics of Disappearance&#8220;<\/a><\/em> 2010 im S\u00fcden Jordaniens. Es untersucht das Verschwinden des K\u00f6rpers in realen und imaginierten Landschaften der Region. Der Film betrachtet einerseits die Geschichte und zeigt andererseits Rinderfarmen und Milit\u00e4rinstallationen, alles Teile des heutigen Jordaniens. Jananne Al-Ani (* 1966) studierte\u00a0Kunst an der <em><a title=\"Byam Shaw School of Art\" href=\"http:\/\/www.csm.arts.ac.uk\/csm_byam_shaw.htm\" target=\"_blank\">Byam Shaw School of Art<\/a><\/em> und erhielt einen MA in Fotografie vom <em><a title=\"Royal College of Art\" href=\"http:\/\/www.rca.ac.uk\/\" target=\"_blank\">Royal College of Art<\/a><\/em> in 1997. Unter anderem hatte sie bereits eine Einzelausstellung im <a title=\"Imperial War Museum\" href=\"http:\/\/www.iwm.org.uk\/\" target=\"_blank\">Imperial War Museum<\/a>. Das Video wird als Teil der <a title=\"Arab Shorts (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/16591\" target=\"_blank\"><em>Arab Shorts<\/em><\/a> am 3. Februar um 1830h gezeigt.<\/p>\n<p>Der US-amerikanische Experimentalfilmer <a title=\"Dominic Angerame (Cinemod)\" href=\"http:\/\/www.cinemod.net\/\" target=\"_blank\"><strong>Dominic Angerame<\/strong><\/a>\u00a0(* 1949) zeigt seine Videoarbeit <a title=\"Anaconda Targets (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/12134\" target=\"_blank\"><em>&#8222;Anaconda Targets&#8220;<\/em><\/a>.\u00a0Bei dem elfmin\u00fctigen Film aus dem Jahr 2004 handelt es sich um geschnittene Aufnahmen aus einem <a title=\"Kampfhubschrauber (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kampfhubschrauber\" target=\"_blank\">Kampfhubschrauber<\/a>, der im M\u00e4rz 2002 an der <em><a title=\"Operation Anaconda (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Operation_Anaconda\" target=\"_blank\">Operation Anaconda<\/a><\/em> im Rahmen des <a title=\"Afghanistan-Krieg (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krieg_in_Afghanistan_seit_2001\" target=\"_blank\">Afghanistan-Krieges<\/a> teilnahm. Zu h\u00f6ren sind Stimmen der Piloten; Ziele werden zugewiesen und angegriffen. Auf der Website des transmediale hei\u00dft es hierzu: &#8222;Man fragt sich, ob es sich wirklich um milit\u00e4rische \u00dcberwachungsbilder handelt oder eher um ein Videospiel? Diese unausweichlichen Klischees f\u00fchren zu schockierenden Irritationen.&#8220; Nun, oder auch nicht, bedenkt man, dass im Jahr 2011 auf <a title=\"High Value Individual Target Engaged (YouTube)\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=atM2srk9qm8\" target=\"_blank\">YouTube<\/a> und anderen Websites Videos von Zielsystemen zuhauf zu finden sind. <em>&#8222;Anaconda Targets&#8220;<\/em> wird jedenfalls als Teil der <a title=\"Man &amp; Machine (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/man-machine\" target=\"_blank\"><em>Man &amp; Machine<\/em><\/a>-Kurzfilme am 6. Februar um 1830h gezeigt.<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Anaconda Targets<\/em> von Dominic Angerame (2004)<\/p>\n<p><a title=\"ClassWarGames\" href=\"http:\/\/www.classwargames.net\/\" target=\"_blank\">ClassWargames<\/a> zeigt das Brettspiel <em><a title=\"The Game of War (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/classwargames-zeigt-guy-debords-game-war\" target=\"_blank\"><strong>The Game of War<\/strong><\/a><\/em> des franz\u00f6sischen K\u00fcnstlers <a title=\"Guy Debord (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Guy_debord\" target=\"_blank\"><strong>Guy Debord<\/strong><\/a>\u00a0(1931-1994).\u00a0<a title=\"Richard Barbrook (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/12213\" target=\"_blank\">Richard Barbrook<\/a>, <a title=\"Stefan Lutschinger (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/12428\" target=\"_blank\">Stefan Lutschinger<\/a> und <a title=\"Ilze Black (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/ilze-black\" target=\"_blank\">Ilze Black<\/a> geben ein Einf\u00fchrung in den <a title=\"The Game of War (Vimeo)\" href=\"http:\/\/www.vimeo.com\/17116481\" target=\"_blank\"><em>ClassWargames<\/em>-Film<\/a> \u00fcber die ludischen Experimente Debords. Im Anschlu\u00df an den Film sollen Bedeutung und Verst\u00e4ndnis <a title=\"Situationistische Internationale (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Situationistische_Internationale\" target=\"_blank\">Situationistischer Theorie<\/a> und Praxis anhand des gemeinsamen Spielens von <em>The Game of War<\/em> diskutiert werden. Laut Debord sollen die Spieler (aka &#8222;revolution\u00e4re Aktivisten&#8220;) am milit\u00e4rischen Modell lernen, gute Klassenk\u00e4mpfer zu werden.<\/p>\n<p>Jener militaristische Ansatz ist nat\u00fcrlich doch keiner, folgt man den Protagonisten: &#8222;In dem situationistischen Kriegsspiel stimulierte die Konkurrenzsituation im Spiel die psychologische Intimit\u00e4t zwischen den Geschlechtern. Zu gewinnen\u00a0wie zu verlieren wurden zu gleichsam befriedigenden Erlebnissen. Indem Solidarit\u00e4t im Spiel\u00a0belohnt wird, wird <em>The Game of War<\/em> zu einem Werkzeug der Anti-Militarisierung unserer revolution\u00e4ren K\u00e4mpfe.&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-855-1' id='fnref-855-1' onclick='return fdfootnote_show(855)'>1<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Auf \u00e4hnlich abstruse Weise wird mit dem milit\u00e4rischen Erbe umgegangen, hei\u00dft es doch in dem Film: &#8222;Es \u00fcberrascht nicht, dass die Lektionen des <em>Game of War<\/em> bereits vom Klassenfeind \u00fcbernommen worden sind, sei es in den Vorstandsb\u00fcros der Gro\u00dfunternehmen oder in den Planungszentralen der einen oder anderen Milit\u00e4rorganisation. Aber wir wissen, dass es das Wesen des Kapitalismus&#8216; ist, unsere besten Beitr\u00e4ge\u00a0zum menschlichen Fortschritt zu \u00fcbernehmen, um sie in Waffen gegen uns zu verwandeln.&#8220;<sup class='footnote'><a href='#fn-855-1' id='fnref-855-1' onclick='return fdfootnote_show(855)'>1<\/a><\/sup><\/p>\n<p><a title=\"Carl von Clausewitz (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_von_Clausewitz\" target=\"_blank\">Carl von Clausewitz<\/a> ein Klassenk\u00e4mpfer? <a title=\"Antoine-Henri Jomini (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antoine-Henri_Jomini\" target=\"_blank\">Antoine-Henri Jomini<\/a> ein Kommunist, pardon, Situationalist? Beide werden jedenfalls ausgiebigst zitiert und sorgen mit anderen Milit\u00e4rtheoretikern f\u00fcr die geistreichen Momente des Films. Das Spiel selbst erinnert doch sehr an eine etwas plumpe Kopie fr\u00fcher milit\u00e4rischer Lernspiele, z.B. das <a title=\"Taktisches Kriegsspiel (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kriegsspiel_(Planspiel)\" target=\"_blank\">&#8222;Taktische Kriegsspiel&#8220;<\/a> des <a title=\"Preu\u00dfen (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Preu%C3%9Fen\" target=\"_blank\">preu\u00dfischen<\/a> Kriegsrats Georg Leopold von Reiswitz aus dem Jahr 1812. Hier wie dort finden sich Artillerie-, Kavallerie- und Infanterieeinheiten &#8211; all das, was man f\u00fcr einen revolution\u00e4ren Kampf gegen den Klassenfeind im Cyberspace eben so ben\u00f6tigt. Horrido!<\/p>\n<p>Am 7. Februar 2011 ab 1900h wird der besagte Film vorgef\u00fchrt und anschlie\u00dfend mit den noch verbliebenen Teilnehmern\/innen <em>The Game of War <\/em>gespielt.<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p style=\"text-align: center;\"><em>The Game of War<\/em> von ClassWarGames<\/p>\n<p>Das Kurzfilmsegment <a title=\"Inner Wars (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/11186\" target=\"_blank\">&#8222;Inner Wars&#8220;<\/a> zeigt am 3. Februar 2011 um 1830h mehrere interessante Arbeiten:\u00a0Der deutsch-norwegische Videok\u00fcnstler <a title=\"Bj\u00f8rn Melhus\" href=\"http:\/\/www.melhus.de\/\" target=\"_blank\"><strong>Bj\u00f8rn Melhus<\/strong><\/a> (* 1966) pr\u00e4sentiert seine knapp viermin\u00fctige Arbeit <a title=\"Murphy (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/11943\" target=\"_blank\">&#8222;Murphy&#8220;<\/a>. In dieser synchronisierten Klang- und Lichtinstallation kombinierte der K\u00fcnstler Licht mit Tonspurelementen des Films <em><a title=\"Blue Thunder (IMDB)\" href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0085255\/\" target=\"_blank\">&#8222;Blue Thunder&#8220;<\/a><\/em> (dt. &#8222;Das fliegende Auge&#8220;). In ihm stellt sich der Polizist und Vietnamveteran Frank Murphy (<a title=\"Roy Scheider (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roy_Scheider\" target=\"_blank\">Roy Scheider<\/a>) gegen eine Verschw\u00f6rung: der Himmel \u00fcber Los Angeles wird zu einem Kriegsgebiet. Auf <a title=\"Murphy (B. Melhus)\" href=\"http:\/\/www.melhus.de\/gallery2\/main.php?g2_itemId=243\" target=\"_blank\">Melhus&#8216; Website<\/a> findet sich eine kurze Sequenz dieser durchaus faszinierenden Arbeit.<\/p>\n<p>Ebenfalls im Segment &#8222;Inner Wars&#8220; ist eine Arbeit der\u00a0japanischen K\u00fcnstlerin <a title=\"Tomoko Inagaki\" href=\"http:\/\/tomokoinagaki.com\/news.html\" target=\"_blank\"><strong>Tomoko Inagaki<\/strong><\/a> (*1975) aus dem Jahr 2009 zu sehen. Sie verweist mit ihrem dreimin\u00fctigen Film <a title=\"Sakura (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/11941\" target=\"_blank\"><em>&#8222;Sakura (Cherry Blossom)&#8220;<\/em><\/a>\u00a0auf ein wichtiges japanisches Symbol, die <a title=\"Kirschbl\u00fcte (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kirschbl%C3%BCte\" target=\"_blank\">Kirschbl\u00fcte<\/a>. Die Kirschbl\u00fcte steht f\u00fcr Sch\u00f6nheit und die Feier des Fr\u00fchlings. In der Zeit des <a title=\"Zweiter Weltkrieg (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zweiter_Weltkrieg\" target=\"_blank\">Zweiten Weltkriegs<\/a> bekam dieses Bild eine weitere Bedeutung, die des tapferen Soldaten, denn sie erbl\u00fcht und zerf\u00e4llt zur gleichen Zeit. Die Haltung eines japanischen Soldaten sollte es sein, keine Angst vor dem Tod zu haben und in Ehren f\u00fcr sein Land zu sterben. Diese Bedeutung der Kirschbl\u00fcte ist heute fast vergessen, aber einige alte Leute haben deshalb bei Kirschbl\u00fcten keine guten Assoziationen. Im Video sch\u00fcttelt eine Person ihren Kopf unter den Kirschbl\u00fcten. Die Bewegung versch\u00e4rft sich und auf der n\u00e4chsten Ebene wird die Person geohrfeigt und man h\u00f6rt das Ger\u00e4usch von Sch\u00fcssen.<\/p>\nngg_shortcode_4_placeholder\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Sakura (Cherry Blossom) <\/em>von Tomoku Inagaki (2009)<\/p>\n<p>Das historische Segment <a title=\"Das erste Fernsehen (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/content\/das-erste-fernsehen\" target=\"_blank\">&#8222;Das erste Fernsehen&#8220;<\/a> (5. Februar 1430h) h\u00e4lt einige Filmdokumente parat, die sonst selten zu finden sind: So werden unter anderem die <a title=\"Sendzeichen etc. des DFR (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/content\/sendezeichen-und-und-absagen-des-deutschen-fernseh-rundfunks-0\" target=\"_blank\">Sendezeichen und An- und Absagen<\/a> des <a title=\"DFR (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutscher_Fernseh_Rundfunk\" target=\"_blank\">&#8222;Deutschen Fernseh-Rundfunks&#8220;<\/a>\u00a0(DFR) aus dem Jahr 1935 (3 min) abgespielt, gefolgt von einem neunmin\u00fctigen Zusammenschnitt zu den <a title=\"Vorbereitungen Reichsparteitag (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/content\/vorbereitung-reichsparteitag-0\" target=\"_blank\">Vorbereitungen zum Reichsparteitag<\/a> 1936 sowie einem siebenmin\u00fctigen Zusammenschnitt aus den \u00dcbertragungen zur <a title=\"Olympische Sommerspiele 1936 (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olympische_Sommerspiele_1936\" target=\"_blank\">Olympiade 1936<\/a>, die von den Nationalsozialisten auch mit den damals neuesten Medien zur Propagande genutzt wurde. Beim DFR handelte es sich um das weltweit erste Fernsehprogramm des <a title=\"Fernsehsender Paul Nipkow (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fernsehsender_Paul_Nipkow\" target=\"_blank\">Fernsehsenders &#8222;Paul Nipkow&#8220;<\/a>, das von 1935 bis Winter 1944 gesendet wurde.<\/p>\nngg_shortcode_5_placeholder\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Berlin 1936<\/em><\/p>\n<p>Nicht weniger interessant sind die ebenfalls gezeigten Filme\u00a0&#8222;Berlin nach einem Bombenangriff&#8220; (1940, 7 min), <a title=\"Bauernarmut im Sowjetparadies (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/content\/bauernarmut-sowjetparadies-0\" target=\"_blank\">&#8222;Bauernarmut in Sowjetparadies&#8220;<\/a> (1941, 5 min, ein Propagandafilm, der die Bewohner eines durch die <a title=\"Wehrmacht (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wehrmacht\" target=\"_blank\">Wehrmacht<\/a> eroberten Dorfes in der <a title=\"Sowjetunion (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/UdSSR\" target=\"_blank\">Sowjetunion<\/a> zeigt),\u00a0<a title=\"Wie baue ich meinen Ofen selbst (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/content\/wie-baue-ich-meinen-ofen-selbst-0\" target=\"_self\">&#8222;Wie baue ich meinen Ofen selbst?&#8220;<\/a> (1943, 8 min; auch dieser verweist auf die Kriegsfolgen) und nicht zuletzt vierzehnmin\u00fctige Ausschnitte aus der Sendung <a title=\"Kalenderbl\u00e4tter (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/content\/kalenderbl%C3%A4tter-august-1943-0\" target=\"_blank\">&#8222;Kalenderbl\u00e4tter &#8211; August 1943&#8220;<\/a>. Jenes Magazin war prim\u00e4r f\u00fcr Soldaten in Lazaretten gedacht, um sie mit wohlgef\u00e4lligen Informationen aus der Heimat zu versorgen; hier handelt es sich um einen idyllischen Sommertag in Berlin, kontrastierend zur realen Situation, nicht zuletzt im zunehmend ausgebombten Berlin.<\/p>\n<p>Das Segment <a title=\"Digital Media in the Arab World (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/11184\" target=\"_blank\">&#8222;Agit-Prop, Punks and Poets: Digital Media in the Arab World&#8220;<\/a>\u00a0(4. Februar, 1430h) ist ebenso thematisch interessant: Der libanesische K\u00fcnstler <a title=\"Mahmoud Hojeij (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/11705\" target=\"_blank\"><strong>Mahmoud Hojeij<\/strong><\/a>\u00a0(* 1975) portraitiert mit <a title=\"We will win (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/11959\" target=\"_blank\">&#8222;We will win&#8220;<\/a> (2007, 8 min) den Versuch, den arabisch-israelischen Konflikt mittels eines Gespr\u00e4chs zwischen drei M\u00e4nnern zu l\u00f6sen. Die libanesische Filmemacherin <a title=\"Rania Stephan (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/11713\" target=\"_blank\"><strong>Rania Stephan<\/strong><\/a> zeigt in vier ihrer acht Kurzfilme <a title=\"Lebanon \/ War (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/node\/12073\" target=\"_blank\">&#8222;Lebanon \/ War&#8220;<\/a>\u00a0(zusammen 30 min), wie der durchschnittliche Libanese seinen Alltag im und direkt nach dem\u00a0<a title=\"Libanonkrieg 2006 (Wikipedia)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Libanonkrieg_2006\" target=\"_blank\">Libanonkrieg 2006<\/a> organisierte.<\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p style=\"text-align: center;\"><em>LEBANON \/ WAR\u00a0<\/em>von Rania Stephan (2006)<\/p>\n<p>Das vollst\u00e4ndige Programm der transmediale findet sich <a title=\"transmediale.11\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/festival\/calendar\/2011\" target=\"_blank\">hier<\/a>; der Hauptveranstaltungsort ist das <a title=\"Haus der Kulturen der Welt\" href=\"http:\/\/www.hkw.de\/\" target=\"_blank\">Haus der Kulturen der Welt<\/a>.<\/p>\n<p><strong><a title=\"transmediale.11\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\" target=\"_blank\">transmediale.11 &#8211; RESPONSE:ABILITY<\/a><br \/>\n<\/strong>Festivalpass 80 \u20ac (reduziert 45 \u20ac)<br \/>\nTagespass 25 \u20ac (reduziert 18\u00a0\u20ac)<br \/>\nPreise f\u00fcr Einzelveranstaltungen variieren (<a title=\"Tickets (transmediale.11)\" href=\"http:\/\/www.transmediale.de\/de\/festival\/tickets\" target=\"_blank\">siehe hier<\/a>)<\/p>\n<p><strong><a title=\"Haus der Kulturen der Welt\" href=\"http:\/\/www.hkw.de\" target=\"_blank\">Haus der Kulturen der Welt<\/a><br \/>\n<\/strong>John-Foster-Dulles-Allee 10<br \/>\n10557 Berlin<\/p>\n<div class='footnotes' id='footnotes-855'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-855-1'> \u00dcbersetzung Bayer <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-855-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-855-2'> \u00dcbersetzung Bayer <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-855-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Medienkunstfestival transmediale wurde 1988 unter dem Namen &#8222;VideoFilmFest&#8220; im Umfeld des Filmfestivals Berlinale gegr\u00fcndet; seit 1998 firmiert es unter dem aktuellen Namen. Neben einem Kongress beinhaltet das Festival einen offenen Wettbewerb, eine Ausstellung und zahlreiche Begleitveranstaltungen. Das diesj\u00e4hrige Thema lautet &#8222;RESPONSE:ABILITY&#8220;. Auch 2011 setzen sich diverse Arbeiten mit Krieg auseinander. 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