Über Wartist

Dienstag, 15. Juli 2008, 1624h Einen Kommentar schreiben Kommentare

Krieg ist ein Menschheitsthema – seit frühester Geschichte töten und verletzen sich die Menschen in organisierter Weise.

„Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen.“
(Platon)

Trotz seiner großen Bedeutung gehört der Krieg zu den wenigen Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Selten flackert allgemeines Interesse auf, z.B. bei einem neuen oder zu verlängernden Einsatz der Streitkräfte. Doch bald ist wieder „Business as usual“: Eine echte sicherheitspolitische Diskussion findet nicht statt.

„You may not be interested in war, but war is interested in you.“
(frei nach L. D. Trotski)

Gern wird hierzulande auf „die Geschichte“ verwiesen, womit in der Regel die 12 Jahre nationalsozialistischer Gewaltherrschaft gemeint sind. Doch eben darum wäre es fatal, die Augen zu verschließen und sich nicht mit Krieg auseinanderzusetzen.

Seit jeher haben sich Menschen mit Krieg künstlerisch befaßt, von den ersten Höhlenmalereien bis zur zeitgenössischen Kunst. Die Kunst bietet einen vielfältigen Zugang zum Menschheitsthema Krieg.

Das Ziel von Wartist ist es, die Tabuisierung der Auseinandersetzung mit Krieg zu beenden – und nicht seiner Anwendung. Als Fernziel soll damit ein Beitrag zur Verbesserung der sicherheitspoltischen Diskussion geleistet werden.

Wartist setzt sich mit Kunst und Krieg auseinander. Damit werden Kontroversen nicht ausbleiben. Folgendes Zitat sei vielleicht hilfreich:

„Studying peace would be similar to students of medicine learning how it feels being healthy. On the contrary, they need to learn about the diseases to cure them.“
(Dr. Barrie Paskins, Department of War Studies, King’s College London, UK)

  1. martin schlusenbach
    12. Oktober 2012, 21:47 | #1

    http://www.kulturserver.de/-/veranstaltungen/detail/11055979

    krieg und kunst das mochte ich

    gruß
    martin

  2. 14. Oktober 2012, 20:59 | #2

    Danke für Ihren Kommentar und den Hinweis auf die Ausstellung; hieraus ist sogleich ein Artikel mit einem Hinweis entstanden:
    http://www.wartist.org/blog/?p=1135

  3. 17. Oktober 2012, 10:00 | #3

    When everyone forgets, remember is revolutionary! Karl Marx

  4. 17. Oktober 2012, 10:08 | #4

    Thank you for your comment! Even if not everyone is forgetting, rememberance is crucial for our presence, and even more so for our future.

  5. Midge Palley
    6. März 2014, 15:25 | #5

    I am curating a show for the Contemporary Art Society in London about artists referencing war in their work. The show is titiled CONFLICT: Art and War. I can send you the photo and announcement if you could provide your email address. The artists included in the show are: Pio Abad, Mark Neville, Richard Mosse, Adam Broomberg and Oliver Chanarin, Lee Miller, Shirin Neshat, Adela Jusic, Goncalo Mabunda and Alfred Tarazi. The show runs 3 April to 27 June. I would be happy to send you further information.
    Also are there other websites that you would recommend to announce this show.

    Kind regards
    Midge Palley

  6. 7. März 2014, 17:06 | #6

    Dear Midge Palley,
    Thank you for your announcement; this sounds highly interesting. I already wrote you an email.
    All the best
    Martin Bayer

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