Robert Schneider: Tosende Stille (Schloss Bonndorf)

Mittwoch, 3. Februar 2016, 2246h Keine Kommentare

Vom 20. März bis 3. Juli 2016 zeigt der Ausnahmekünstler Robert Schneider seinen 42teiligen Verdun-Zyklus in der Ausstellung „Tosende Stille“ im Schloss Bonndorf. Einhundert Jahre nach der Schlacht von Verdun vermittelt diese aus großformatigen Kohlezeichnungen bestehenden Arbeit, wieviel Blut den Boden einst tränkte. Dabei zeigen die allermeisten Zeichnungen nur gegenwärtige Landschaften. Doch das Leid der Menschen lässt sich auch empfinden, ohne dass die Bilder mit zerschossenen und aufgeplatzten Leibern schockieren müssten. Mehr…

Berlinale 2016: Filme mit Kriegsbezug

Dienstag, 2. Februar 2016, 2334h Keine Kommentare

Die 66. Berlinale findet vom 11. bis 21. Februar 2016 statt – heute wurde das Programm veröffentlicht. Beim Durchsehen fällt auf, dass die Themen Krieg, Terror, Flucht und Vertreibung weitaus stärker vertreten sind als in den vergangenen Jahren, zumindest in der künstlerischen Auseinandersetzung, beispielsweise in den Sektionen Forum und Forum Expanded. Dies verwundert angesichts der veränderten weltpolitischen Situation wenig. Die Themenvielfalt ist groß:

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Vortrag „‚Ein Kunstwerk, wie es Männern Freude macht‘ – 100 Jahre Krieg im Spiegel der Kunst“ (Berlin)

Dienstag, 7. Oktober 2014, 1034h Keine Kommentare

Am 13. Oktober 2013 hält Martin Bayer im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin seinen Vortrag „‚Ein Kunstwerk, wie es Männern Freude macht‘ – 100 Jahre Krieg im Spiegel der Kunst“. Als Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung „Mahnung und Verlockung – Die Kriegsbildwelten von Käthe Kollwitz und Kata Legrady“ wird auch hier der Bogen von der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg bis zu zeitgenössichen Ansätzen geschlagen.

„Erzählt von Langemarck, von Ypern, von Verdun, von Reims, von Cambrai, von Flandern und von der Somme, das macht das Blut warm, solange man noch im Trockenen sitzt. Und lasst das Bild der großen Schlacht aus dem Rauch aufschießen wie eine blutrote Orchidee, mit goldenen Feuerstreifen geflammt. Das ist ein Kunstwerk, wie es Männern Freude macht.“

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Mahnung & Verlockung – Die Kriegsbildwelten von Käthe Kollwitz und Kata Legrady (Berlin)

Mittwoch, 11. Juni 2014, 2204h Keine Kommentare

Vom 30. Juni bis 9. November 2014 präsentiert das Käthe-Kollwitz-Museum in Berlin die Ausstellung Mahnung & Verlockung – Die Kriegsbildwelten von Käthe Kollwitz und Kata Legrady. Zwei höchst unterschiedliche Künstlerinnen werden in ihrer Auseinandersetzung mit dem Menschheitsthema Krieg gegenübergestellt; einerseits die pazifistischen Werke von Käthe Kollwitz, die auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Wucht und ihrer Zeitlosigkeit eingebüßt haben; und andererseits die so bunten wie poppigen Arbeiten der 1974 in Ungarn geborenen Kata Legrady, deren zeitgenössischer Ansatz die propagandistischen Versprechungen des Krieges behandelt. Ergänzt wird die Ausstellung durch ausgewählte Schülerarbeiten die sich insbesondere mit der Mutter und Großmutter Käthe Kollwitz auseinandersetzen, die ihren Sohn Peter im Ersten Weltkrieg, sowie ihren Enkel Peter im Zweiten Weltkrieg verlor. Mehr…

Uraufführung: „The Notebook“ im PACT Zollverein (Essen)

Dienstag, 6. Mai 2014, 1740h Keine Kommentare

Am 9. Mai 2014 findet die Uraufführung der neuesten Produktion „The Notebook“ der Künstlergruppe Forced Entertainment im PACT Zollverein statt. Die Theaterperformance handelt von zwei britischen Jungen, die als Zwillinge im Zweiten Weltkrieg aufs Land evakuiert werden. Dem Schrecken des Krieges entflohen, müssen sie sich in einer zerrütteten Welt voller Grausamkeit und Opportunismus bewähren. Die beiden gesellschaftlichen Außenseiter versuchen, Ihre moralische Integrität in einer von Krieg zerfressenen Welt durch einen selbst auferlegten, strikten Verhaltenskodex zu bewahren.

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Thomas Geve: „Es gibt hier keine Kinder“ (Köln)

Das NS-Dokumentationszentrum Köln (NSDOK) zeigt vom 9. Mai bis 3. August 2014 die Sonderausstellung „Es gibt hier keine Kinder“ – Auschwitz, Groß-Rosen, Buchenwald. Nach seiner Befreiung aus dem KZ Buchenwald zeichnete der damals 15jährige Thomas Geve von April bis Juni 1945 seine Erinnerungen an das Leben im Konzentrationslager. Die Nähe zum Tod, das beständige Ausgeliefertsein gegenüber den Bewachern sind zentral in den dokumentarischen Zeichnungen; gleichsam sind sie ein Zeugnis des Überlebenswillens eines Jugendlichen. Im NSDOK sind 75 seiner Zeichnungen zu sehen, die sich seit 1985 im Bestand der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem befinden.

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In eigener Sache: 100 Jahre Erster Weltkrieg in „Aus Politik und Zeitgeschichte“

Montag, 14. April 2014, 1937h Keine Kommentare

„Kein Entkommen“ – Ausstellung zur Graphic Novel „Im Westen nichts Neues“ (Osnabrück)

Sonntag, 13. April 2014, 1900h Keine Kommentare

Vom 27. April bis 27. Juli 2014 zeigt das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum in Osnabrück die Ausstellung „Kein Entkommen“ über die im Juni diesen Jahres erscheinende Graphic Novel „Im Westen nichts Neues“ von Peter Eickmeyer. Der in Melle ansässige Grafiker und Maler erstellte in dreijähriger Arbeit seine Adaption des weltberühmten Romans von Erich Maria Remarque, eines der Meilensteine der literarischen Aufarbeitung des Ersten Weltkriegs. Die Ausstellung beinhaltet Originalzeichnungen aus der Graphic Novel und gibt darüber hinaus einen Einblick in den Entstehungsprozess.

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grounded/airborne (Kleine Galerie, Torgau)

Samstag, 25. Januar 2014, 2110h 2 Kommentare

Im Regelfall wird auf wartist.org über Ausstellungen anderer Künstler, über Filme, Galerien und Museen berichtet. Heute ist es uns eine Freude, in eigener Sache zu schreiben: Der am Lette-Verein Berlin ausgebildete Fotograf Martin Bayer präsentiert vom 28. Februar bis 10. April 2014 seine Ausstellung grounded/airborne in der Kleinen Galerie des Torgauer Kunst- und Kulturvereins „Johann Kentmann“ e.V. Die Fotografien aus der Serie grounded zeigen Details ausgemusterter Militärflugzeug und werden durch einige Luftaufnahmen aus dem Ersten Weltkrieg historisch kommentiert. Mit grounded bearbeitet er die mediale wie künstlerische Ästhetisierung von Kriegsgerät, während gleichzeitig eine eindeutige Zuordnung der dargestellten Objekte zu historischen Ereignissen aufgelöst wird, und mit ihr vermeintlich einfache Kategorisierungen in „Freund“ und „Feind“.

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Alois Nebel

Freitag, 29. November 2013, 2120h Keine Kommentare

„Manchmal überkommt mich so ein Nebel“. Mit diesem Satz beschreibt der Protagonist des gleichnamigen Spielfilmdebüts „Alois Nebel“ von Regisseur Tomáš Luňák die Zustände der Angst und der Verwirrung, denen er nur mithilfe des Rezitierens alter Bahnfahrpläne Herr wird. Wie diese Zustände aussehen, erfahren wir gleich zu Beginn des in seiner Optik und musikalischen Untermalung atmosphärisch dichten Films: Ein Zug rollt auf vibrierenden Schienen auf den Zuschauer zu, gleißende Lichtstrahlen durchbrechen das Bild; man hört, wie Befehle gerufen werden  – Leute sollen in einen Zug einsteigen, sich beeilen.  Sofort werden Assoziationen mit der Deportation von unzähligen Juden und anderen vom Nationalsozialismus verfolgten Personen in die Konzentrationslager des Dritten Reiches wach. Und doch handelt es sich in diesem Fall um ein anderes, bis heute vielfach verdrängtes und noch wenig aufgearbeitetes Kapitel der deutsch-tschechischen Geschichte des 20. Jahrhunderts: die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei ab 1945. Mehr…